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Der nächste

TOTE SALON

Am 6. Juni um 19.30 Uhr
im Literaturhaus Hamburg

Stargast:
Sebastian Krämer

 

 

 

Von dem Klavierkabarettisten und Chansonnier Sebastian Krämer erzählt man sich, daß er nicht einfach nur Fans habe, sondern Verehrer. Aus gutem Grund: Dieser große Mann ist mindestens sechs große Männer auf einmal – ein begnadeter Sänger, ein bedeutender Dichter, ein virtuoser Pianist, ein glänzender Entertainer, ein famoser Komiker und ein unbestechlicher Menschenfreund. Den Gastgebern Gerhard Henschel und Rayk Wieland ist es eine Ehre, dieses halbe Dutzend großer Männer im Toten Salon zu begrüßen.

 

„Denn so kräftig Krämers Wortwahl auch ist und so sehr sich seine Texte einen salzigen Weg bahnen, direkt in Wunden hinein – geradezu lieblich und tatsächlich charmant unterfüttert er sie mit dem Piano. Auf diese Weise kommt man nicht umhin, sich selbst in Stücke über Nazis im Stadtpark, misshandelte Hamster, Arafats Todestag oder auch osteuropäische Putzfrauen geradewegs hineinlegen zu wollen“ (Melodie & Rhythmus).


 

Da steht ein großer Junge auf der Bühne, adrett in Anzug und Krawatte, plaudert über dies und das, wirkt ein wenig verklemmt und altmodisch und serviert dem Publikum wie beiläufig eine bitterböse Spitze nach der anderen. Sebastian Krämer ist einer der Höhepunkte der Augsburger Kabarett-Tage: So virtuos geht er mit Sprache und Klavier um, dass die Zuschauer in der Kresslesmühle nur staunen können, wenn sie sich nicht gerade vor Lachen biegen. Seine Texte sind auf bizarre Art schön, er trägt sie mit einer atemberaubenden Klarheit – und in einem atemberaubenden Tempo – vor, und man kann es nicht fassen, wie der Mann sich das alles merken kann und wie er es schafft, sich in zwei Stunden kein einziges Mal zu verhaspeln.

Augsburger Zeitung, 23.02.2008


Selten drückt sich jemand so gewählt aus, seine Sprache ist atemberaubend präzise, bizarr seine Einfälle und seine Klavierbegleitung alles andere als gefällig dahinplätschernd. Seine überfallartigen Pointen setzt er, wo und wie sie niemand erwartet. Sie schleichen sich durch die Hintertür in die Texte.

Schwarzwälder Bote, 22.10.2007


Der mehrfach ausgezeichnete Kabarettist muß es niemandem mehr beweisen. Das ist der feine Humor eines feinen Herren. „Krämer bei Nacht“ ist der leiseste und persönlichste Sebastian Krämer, den es je gab. Wer Krämer verehrte, der wird ihn lieben.

Tagesspiegel Berlin, 18.10.2007